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title: "KI in der Agentur – Was danach kommt | zottermedia"
url: "https://www.zottermedia.ch/blog/die-content-factory-ist-ein-auslaufmodell-was-kommt-danach"
description: "Was bleibt von Agenturen, wenn KI Content und Reporting automatisiert? Erfahren Sie, warum Beratung, Daten und Governance wichtiger werden."
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date: 2026-09-29
modified: 2026-10-06
keywords:
  - KI im Marketing
  - Agentur der Zukunft
  - KI-Agenten im Marketing
  - Marketing Automation
  - AI-First Marketing
  - Content-Automatisierung
  - KI-Governance
categories:
  - SEO
  - Beratung
  - Web Analytics
  - Content Marketing
  - KI
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# KI in der Agentur – Was danach kommt | zottermedia

Die Content Factory ist ein Auslaufmodell. Was kommt danach?
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KI automatisiert Content-Produktion und Reporting. Für Agenturen verschiebt sich der Wert hin zu Strategie, Datenqualität, Governance und der Koordination von Menschen, Tools und Agents. Der Beitrag zeigt, was diese Entwicklung für KMU bedeutet und wie KI im Marketing konkrete Arbeit abnehmen kann.

![](https://www.zottermedia.ch/fileadmin/_processed_/5/b/csm_Bild__5__ab097134dd.jpeg)

[**Marcel Arnold**](https://www.zottermedia.ch/agentur/marcel-arnold)
07. Oktober 2026

![](https://www.zottermedia.ch/fileadmin/_processed_/8/3/csm_PXL_20260924_130143733.MP_3c9c3d2730.webp)

 An der DMEXCO 2026 war AI überall: Agentic Agencies, Scaling Intelligence, AI-First Marketing, Agentic Commerce. Irgendwann verschwimmen die Begriffe.

Spannend wurde es dort, wo es unbequem wurde. Am deutlichsten in einem Panel zur AI-First Marketing Organisation. Dort sassen Unternehmen, die KI seit rund zwei Jahren ernsthaft einsetzen, und haben ziemlich offen gesagt, was sie von Agenturen noch brauchen. Und was nicht.

Die Frage dahinter betrifft uns direkt: **Was bleibt von einer Agentur übrig, wenn Kunden immer mehr selbst automatisieren?**

 Routinearbeit wandert zurück in die eigene Firma
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Die Aussage aus dem Panel war klar: Was repetitiv und skalierbar ist, holen Unternehmen zurück ins Haus.

Content ist das offensichtlichste Beispiel. Ein Kunde erzählte, dass Agents bei ihnen fünf bis sieben Texte in rund drei Minuten erstellen. Der Mensch prüft am Ende nur noch die Qualität. Wer so arbeitet, bezahlt keine Agentur mehr für reine Textproduktion.

Beim Reporting ist es ähnlich. Rund 80 Prozent der Daten, die früher für Meetings aufbereitet wurden, liegen bei diesem Unternehmen heute im eigenen Data Lake. Wenn KI daraus die Zusammenfassung baut, fällt ein Teil der klassischen Agenturarbeit schlicht weg. Laut dem Unternehmen spart das bis zu fünf Stunden Arbeit pro Woche.

Das muss man nicht schönreden. Ein Teil des bisherigen Agenturmodells wird überflüssig. Die Agentur deshalb nicht, aber ihre Rolle ändert sich.

 Vom Lieferanten zum Sparringspartner
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Die Erwartung an Agenturen verschiebt sich. Früher hiess es: «Liefere mir 20 Texte, drei Kampagnen und einen Monatsreport.» Heute eher: «Wo kannst du mich unterstützen?»

Das klingt nach einem kleinen Unterschied. Es ist ein anderes Geschäftsmodell.

Agentur und Kunde arbeiten enger im selben Prozess. Wissen, Daten und Tools liegen nicht mehr automatisch bei der Agentur. Ein Satz aus dem Panel ist mir dabei hängen geblieben:

**«Der Sprint ist tot.»**

Also weniger abgeschlossene Arbeitspakete, die man übergibt, mehr laufende Zusammenarbeit. Die Fragen, bei denen Kunden Hilfe brauchen, sind entsprechend andere:

- Welche Prozesse automatisieren wir?
- Wo braucht es weiterhin Menschen?
- Welche Daten darf ein Agent sehen, und was darf er entscheiden?
- Wann muss jemand freigeben?

Das sind keine Prompt-Fragen. Das sind Organisationsfragen.

 Wem gehört die KI?
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Im Panel war man sich einig: Daten und KI sollten dem Kunden gehören. Das klingt logisch, wird aber schnell kompliziert.

- Wem gehören die Prompts?
- Wem gehört das Wissen, das beim Aufbau eines Agenten entsteht?
- Darf eine Agentur einen Agenten, den sie für Kunde A gebaut hat, auch für Kunde B einsetzen?

Auf die Prompt-Frage hatte im Panel niemand eine fertige Antwort. Sie muss aber geklärt werden, am besten bevor das erste Projekt startet.

Beim Agentic Commerce wurde eine brauchbare Trennung gezeigt. Frei zugänglich ist, was der Käufer braucht: Preis, Verfügbarkeit, Lieferdatum. Schützenswert ist das eigentliche Produktwissen. Das liegt bei den Unternehmen jeweils auf einem eigenen MCP-Server und wird kontrolliert freigegeben.

Der Agent bekommt also nicht Zugriff auf alles, sondern auf genau das, was er für seine Aufgabe braucht. **Berechtigungsmanagement wird damit wahrscheinlich bald wichtiger als Prompt Engineering.**

 Governance ist das eigentliche Problem
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Die Technik entwickelt sich schneller als Organisationen, Regeln und das Recht. Im Panel hiess es offen: Gesetze sind zu langsam, Rechtssicherheit gibt es kaum, die Unsicherheit ist gross.

Daraus entstehen grundlegende Fragen. Wer ist verantwortlich, wenn ein Agent eine Entscheidung trifft? Marketing? IT? Das Produktteam? Die Agentur? Und wer führt eigentlich die Marke, wenn mehrere Agenten und mehrere Agenturen gleichzeitig am selben Kunden arbeiten?

Governance heisst hier nicht ein hübsches PDF mit Regeln. Gemeint ist ein Designprinzip für Prozesse: Was macht der Mensch, was die KI? Wer kontrolliert wen? Wie viel Ownership bekommt ein Agent? Was darf automatisch publiziert werden, was braucht eine Freigabe?

Wie das konkret aussieht, zeigte Artefact in einer Session zu Content-Automatisierung mit n8n. Spannend war weniger das verwendete Modell als die Voraussetzungen rundherum:

- verifizierte Produktdaten
- ein sauberes Prompt-Framework
- Brand Guardrails
- SEO- und GEO-Regeln
- Qualitätskontrolle und Freigabe

Also gerade nicht: Sprachmodell anschliessen und fertig.

Die technische Seite lässt sich vergleichsweise schnell bauen. Die Governance ist schwieriger. Genau dort können Agenturen eine wichtige Rolle übernehmen.

 Wir brauchen mehr Data Engineers als Prompt Engineers
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Auch das kam aus dem Panel: Wer Agents wirklich arbeiten lassen will, braucht saubere Daten. Zuverlässig, strukturiert und mit klaren Zugriffsrechten.

Im Marketing verschiebt sich damit einiges. Einen guten Prompt schreiben können viele. Gefragt sind Leute, die verstehen, wo die Daten liegen, welche davon stimmen, wer darauf zugreifen darf und wie aus Daten eine Entscheidung wird, die wieder in einen Prozess zurückfliesst.

Dazu kommt ein Grundproblem, das in einer TYPO3-Session auf einer Folie stand: **30 bis 80 Prozent der Websitebesucher werden gar nicht erfasst.** Wir bauen also immer schlauere Analyse- und Agentensysteme und wissen gleichzeitig nicht vollständig, wer eine Website überhaupt besucht und was dort passiert.

AI-first Marketing wird damit überraschend schnell zu einem Daten- und Prozessproblem.

 Braucht es eine andere Art Agentur?
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Viele Unternehmen arbeiten heute schon mit mehreren Partnern: SEO, Ads, Website, CRM, Content, Social Media, IT. Intern versucht jemand, das alles zusammenzuhalten. Mit KI wird das nicht einfacher. Es kommen Agents, Automationen und neue Datenquellen dazu.

Daraus ergibt sich eine Idee, die uns seit dem Panel beschäftigt: **Was, wenn eine Agentur nicht mehr primär einzelne Leistungen verkauft, sondern die Orchestrierung übernimmt?**

Der Kunde spricht mit einer Stelle. Diese versteht Ziele, Marke, Daten und Prozesse und koordiniert die Spezialisten, Tools und Agents dahinter. Nicht als klassische Leadagentur, die Aufgaben verteilt. Sondern als Stelle, die weiss, welche Systeme zusammenarbeiten müssen, welche Daten wohin dürfen und wo weiterhin ein Mensch entscheidet.

Das halten wir für wertvoller als eine weitere Content Factory, die mit KI einfach etwas billiger produziert.

 Die agentische Agentur kommt nicht über Nacht
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Eine Präsentation teilte den KI-Rollout einer Agentur in sechs Phasen ein. Zuerst nutzen einzelne Leute KI für sich. Dann entstehen Best Practices und geteiltes Wissen im Team. Danach folgen gemeinsame Tools und spezialisierte Agents. Erst ganz am Ende steht eine wirklich agentische Organisation. Aktuell befinden sich die meisten Unternehmen noch in Phase zwei!

Das ist deutlich realistischer als «ab morgen arbeitet alles autonom». Und es gilt für unsere Kunden genauso wie für uns:

**Ein kleiner Prozess, der wirklich funktioniert, ist mehr wert als fünf beeindruckende AI-Demos.**

 Die Trends für Agenturen auf einen Blick
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Was sich aus den Sessions für Agenturen ableiten lässt:

- **Masse ist kein Verkaufsargument mehr.** Content-Produktion und Reporting wandern ins Unternehmen oder werden automatisiert.
- **Beratung statt Lieferung.** Kunden erwarten laufende Zusammenarbeit statt abgeschlossener Pakete.
- **Die Recherche beginnt in der KI.** Käufer bilden sich ihre Meinung, bevor ein Lead entsteht. Sichtbarkeit in KI-Antworten wird Teil von SEO.
- **Daten schlagen Prompts.** Zugriffsrechte, Datenqualität und klare Verantwortung werden wichtiger als der nächste gute Prompt.
- **Orchestrierung wird wertvoller.** Je mehr Partner, Tools und Agents, desto wichtiger wird jemand, der sie zusammenhält.

 Was bringt KI einem KMU?
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Die wenigsten unserer Kunden brauchen eine KI-Strategie mit 14 Agents und einem eigenen Sprachmodell. Sie haben meistens viel konkretere Herausforderungen:

- Das Marketing läuft nebenbei.
- Die Daten liegen in fünf verschiedenen Systemen.
- Die Website sollte längst überarbeitet werden.
- Google Ads laufen, aber niemand prüft sie regelmässig.
- Bewertungen bleiben unbeantwortet.
- Für SEO bleibt nur Zeit, wenn gerade nichts anderes ansteht.

Genau dort sehen wir die Chance. Nicht darin, einem KMU möglichst viel KI zu verkaufen. Sondern darin, Arbeit abzunehmen, Probleme früher zu erkennen und Abläufe einfacher zu machen.

Ein konkretes Problem auswählen. Eine kleine Lösung bauen. Messen, ob sie funktioniert. Danach verbessern. Und wenn am Ende niemand mehr versteht, wie das System funktioniert, war es vermutlich die falsche Lösung.

 Ausgerechnet Menschen werden zum Unterschied
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Nach einem Tag voller Agents und Automatisierung war eine Session zum Thema Community fast der Gegenpol. Die Kernaussage: Community ist kein Label, das eine Marke vergibt. Community ist die Qualität der Beziehung.

Das passt zu einem Befund von Gartner: **69 Prozent** der B2B-Käufer wollen die Ergebnisse ihrer KI-Recherche am Ende mit einem Menschen aus dem Verkauf überprüfen *(Gartner, Mai 2026)*.

Wenn jeder in drei Minuten fünf SEO-Texte produzieren kann, ist mehr Content kein Vorteil mehr. Vertrauen, Erfahrung und echte Begegnungen mit einer Marke schon eher.

 KI im Marketing - Unser Fazit
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KI wird nicht wieder verschwinden. Die Frage ist längst nicht mehr ob, sondern wie. Wie skalierbar ist ein Prozess? Wem gehört er? Wem gehören die Daten? Wie viel Verantwortung geben wir einem Agenten?

Die Content Factory ist dabei ziemlich sicher ein Auslaufmodell. Strategie, Integration, Governance und Orchestrierung sind es nicht.

Für uns heisst das: Maschinen dort einsetzen, wo sie besser skalieren. Und Menschen dort, wo Urteil, Kreativität, Beziehung und Verantwortung gefragt sind.

**Wenn Sie sich fragen, welche Rolle KI in Ihrem Marketing spielen soll und wer das Ganze zusammenhält: Genau darüber reden wir gerne.**

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### Über Marcel Arnold

Erfahrener Digital Marketing Manager mit starkem Fokus auf Künstliche Intelligenz. Ich helfe Unternehmen, ihre Online-Strategien smart zu optimieren, und teile hier regelmässig aktuelle Trends, Tipps und Tricks sowie Wissenswertes rund um Digital Marketing und KI.

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